Veranstaltungen im Jahr 2010

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Lutz RathenowDer Liebe wegen

Am Donnerstag, den 25. Februar 2010, um 19:30 Uhr In unseren Geschäftsräumen in Tharandt

In seinem Buch „Der Liebe Wegen“ beschreibt Lutz Rathenow zwei Vereinigungsgeschichten. Die eine schon etwas älter und beinahe märchenhaft, die zweite ganz aktuell und flippig-verrückt. Zwei Texte über die Liebe, das Leben und die Wiedervereinigung Deutschlands. Sie fließen mitten im Buch zusammen und verschmelzen gemeinsam mit den Illustrationen von Frank Ruprecht zu einem Film vorm inneren Auge. Lutz Rathenow zählt zu den eigenwilligsten und interessantesten Literaten unserer Zeit.

Zum Autor:

Er gründete während seines Studiums den „oppositionellen Arbeitskreis Literatur und Lyrik Jena“, der 1975 von den Kulturfunktionären und dem Ministerium für Staatssicherheit verboten wurde. Anfang 1977 wurde er im Zuge der Proteste um die Ausbürgerung von Wolf Biermann drei Monate vor seinem Examen wegen „Zweifeln an Grundpositionen, Objektivismus und Intellektualisieren der Probleme“ exmatrikuliert. Er folgte seiner Frau nach Ostberlin, wo er am Theater und als freier Schriftsteller arbeitete. 1980 wurde er nach der Veröffentlichung seines Romans „Mit dem Schlimmsten wurde schon gerechnet“ in Westdeutschland verhaftet und in das zentrale Untersuchungsgefängnis der DDR-Staatssicherheit gebracht. Unter vielen anderen setzte sich Günter Grass für die zügige Freilassung Rathenows ein. Ausreiseangebote der DDR-Behörden lehnte er ab und engagierte sich in der „Initiative Frieden und Menschenrechte“ an der Seite von Bärbel Bohley und Gerd Poppe. Wahrscheinlich verhinderte nur der enge und konspirative Kontakt zum Westberliner Jürgen Fuchs, dass er erneut verhaftet wurde.

1992 wurde Lutz Rathenow formell rehabilitiert und erhielt nachträglich das Abschlussdiplom der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Er arbeitet als Rundfunkkolumnist, Essayist, Zeitungs-, Roman- und Kinderbuchautor und wurde hierfür schon häufig mit hohen Auszeichnungen bedacht.

Eintritt: 8,00 Euro

Wir danken für die Unterstützung von der

Wilhelm-Külz-Stiftung

- das liberale Bildungswerk Sachsens -

Radeberger Str. 51, 01099 Dresden

Tel.: (03 51) 65 57 65 20