« Zur Veranstaltungsübersicht dieses Jahres
Dr. Inka Bach liest aus ihren Büchern "Wir kennen die Fremde nicht", Rheinsberger Tagebuch, und "Bachstelze", Erfurter Kolumnen und Gedichte.
Als nach der Antrittsvorlesung der Autorin als Stadtschreiberin im brandenburgischen Rheinsberg dort der Leiter der Tucholsky-Gedenkstätte zusammengeschlagen wird, beschließt sie, Tagebuch zu führen. Darin hält sie mit der Unbestechlichkeit einer Poetin fest, was sie sah und belegt, dass die Ursachen des Rechtsradikalismus in den neuen Bundesländern nicht in und nach der Wende zu suchen sind. Die DDR-Gesellschaft, die nie so gemütlich war, wie sie heute gerne gesehen wird, war selbst schon fremdenfeindlich. Beunruhigt beobachtet sie, dass rechtsradikale Gewalttaten von der Bevölkerung weitgehend akzeptiert und bagatellisiert werden.
Aus ihrer Stadtschreiberzeit in Erfurt berichtet sie über den Amoklauf am Gutenberg-Gymnasium.
Dr. Inka Bach wurde 1956 in Ostberlin geboren und flüchtete 1972 nach Westberlin. Nach dem Studium der Germanistik, Slawistik und Philosophie arbeitete sie u.a. als Theaterdramaturgin und Autorin von Fernsehdokumentationen, Hörspielen und Drehbüchern. Nach ihrer Promotion 1988 erhielt sie zahlreiche Stipendien und war auch als Stadtschreiberin von Rheinsberg und Erfurt tätig.
Inka Bach lebt heute als freie Schriftstellerin in Berlin.