« Zur Veranstaltungsübersicht dieses Jahres
"Es sind viel berühmte Reden bedeutender Männer bekannt. Hatten Frauen nichts zu sagen? Oder wurde nur nicht überliefert, was sie zu sagen hatten? Diese kulturgeschichtliche Ungerechtigkeit wollte Christine Brückner nicht auf sich beruhen lassen und erfand Reden für Frauengestalten aus alten Mythen, für Musen, Geliebte und Ehefrauen großer Männer in der Literatur und Geschichte.
Dabei macht sie aus ihren ungehaltenen Frauen nicht etwa nachträglich moderne Frauenrechtlerinnen, sie zeigt vielmehr - sich dicht an die Überlieferung haltend -, dass Schwäche oft nur als Schwäche erscheint und dass Frauen, wenn sie sich ins Leben mischen und gehört würden, stark und mutig sein und manches verhindern könnten - Kreig beispielsweise oder Leben ohne Liebe.
Ergänzt haben wir die Reden von Christine Brückner mit dem Monolog aus dem Stück 'Eine Frau allein' von Dario Fo."
Die Premiere dieser Inszenierung der Spielbühne Freital am 18. Mai fand weite Beachtung und wurde in der Presse mit großer Begeisterung besprochen.