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"Geschichte ist eine Lüge, auf die sich die Historiker geeinigt haben." Dieses schöne Zitat von Voltaire stellt Ralf Günther seinem historischen Roman als Motto voran.
Dresden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Höfisches Leben, Intrigen und nicht zu wenig Klatsch und Tratsch hier, wissenschaftliche Akribie und ehrbare Tugenden dort. Am Beispiel des international hoch angesehenen Frauenarztes Carl Gustav Carus, dessen Namen heute die Universitätsklinik Dresden trägt, und seines älteren Freundes und ebenso bekannten Dichters Ludwig Tieck werden die Widersprüche dieser dunklen Epoche erzählt. Locker im Ton, flüssig und spannend zu lesen, aber dabei gut recherchiert, entführt uns Ralf Günther in das Dresden unserer Vorfahren und erfüllt die historischen Bauten unvermittelt mit Leben, so als seien wir dabei gewesen.
Ralf Günther wurde 1967 in Köln geboren. Er schrieb Krimis, Hörspiele und Kinderbücher, und arbeitete als Autor fürs Fernsehen. Seit 1993 lebt Ralf Günther als Drehbuchautor und Schriftsteller in Dresden.