Paul BroksIch denke, also bin ich tot

Beck

Die erste Entdeckung dieses Frühjahrs ist Paul Broks „ich denke, also bin ich tot“. Am Beispiel einiger klinischer „Fälle“ legt er neurologische Krankengeschichten offen, die der Frage nachgehen, wo sich das Ich des Menschen befindet und worin es besteht. Dabei geht es dem Autoren nicht um den Reiz des Schaurigen à la Frankenstein oder einer simplen Einführung à la Oliver Sachs, sondern um mehr: Mit Exkursen in die Geschichte der Neuropsychologie und in die Philosophie stellt er die Krankheit in einen Kontext, der dem Laien die fremde Krankheit verständlich und nachvollziehbar macht. Und das Ganze kleidet er in eine Sprache, die nicht zuletzt wegen der sehr gelungenen Übersetzung als Literatur bezeichnet werden muss.

Paul Broks: "Ich denke, also bin ich tot"
Beck, gebunden, 19,90 Euro.
Diese Besprechung schrieb Annaluise Erler.