Juli ZehNullzeit

btb Verlag

Juli Zehs Psychothriller "Nullzeit" erzählt die Geschichte eines Pärchens, das auf einer Ferieninsel ein Paradies für Taucher erschaffen hat und dort regelmäßig Touristen ein Ferienhaus sowie Tauchkurse anbietet. Im Buch wird der Aufenthalt von Theo Hast und Jolanta von der Pahlen, einem Schrifsteller und seiner Freundin, einer Schauspielerin, beleuchtet, welche bei Sven und Antje einkehren, um einen Tauchkurs für Jolas nächste Rolle zu absolvieren. Der Alltag von Sven und Antje wird durcheinander gewirbelt, denn diese Kunden sind anders als die anderen. Zwischen Theo und Jola herrscht eine eigenartige Beziehung und der Leser kann sich zwischen Sym- und Antipathien für die Figuren kaum entscheiden, es wird nicht klar, wer der Üble, wer der Gutherzige ist. Nach einigen Tauchkursen verliebt Sven sich in Jola und das Buch beginnt zu verwirren, zu verschleiern. Wieder weiß man nicht wer lügt, wer das richtige erzählt, ob überhaupt gelogen wird. Das Buch ist aus der Perspektive Svens geschrieben, ab und zu tauchen Tagebucheinträge auf, die das Geschehen aus Jolas Sicht wiederspiegeln, dieses Tagebuch stimmt aber oft nicht mit Svens Aufzeichnungen überein, Verwirrung. Nicht umsonst handelt es sich um einen Psychothriller. Wie das Buch endet, wer jetzt wirklich Dreck am Stecken und wer die weiße Weste hat erfahren sie nur, wenn sie dieses Buch lesen, oder halt noch mehr Rezensionen im Internet, ich empfehle ersteres, denn dieses Buch hat mich wirklich mitgerissen, es war spannend, verwirrend, psycho eben. Ich gebe diesem Buch 4,78 von 5 Sternen.

Juli Zeh: "Nullzeit"
btb Verlag, Taschenbuch, 9,99.
Diese Besprechung schrieb Andres Miklaw.