Verlag: Aufbau Verlag
Das verschrobene Haus steht einsam am See, am Ende des Gartens Wach-türme und die haushohe doppelte Betonmauer. Sie markiert das Ende der diesseitigen Welt, Grenz-gebiet, Betreten verboten. Die Mutter fühlt sich verantwortlich für das Glück aller in diesem Haus, sie muß die Krankheiten fernhalten und liebt es, wenn ihre Sorgen aus-sehen, wie die anderer Leute auch. So übt sie das Augenverschließen und beschwört die Normalität ihres Lebens, das in ständiger Gegenwart der Minen und Wachhunde so alles andere als normal ist. Doch sie irrt, es gleitet ihr nur mehr und mehr aus den Händen.
Dieser Roman liest sich wie das Gleichnis einer Wanderung auf dem schmalen Grat zwischen Lebensmöglichem und Unmöglichem, dabei gelingt es Helga Schütz jedoch, diese schmerzvollen Dinge mit einer Leichtigkeit und Heiterkeit zu schilden, dass sie sich um so nachhaltiger darstellen.