Walter KirnBlut will reden

C.H. Beck

Walter Kirn versucht, seinen ehemals guten Freund Clark Rockefeller zu begreifen, als er ihn, des Mordes angeklagt, im Gerichtssaal beobachtet. Nur mühsam ringt er sich zu der Erkenntnis durch, dass Clark ein Hochstapler der übelsten Sorte ist. Doch anders als die Ripleys dieser Welt ist er "selbst als Hochstapler" nur "ein Hochstapler".

Das Buch ist kein Roman mit einem spannenden Plot. Es ist eher eine Reflexion, die immer wieder an denselben Punkt zurückkehrt, um mit dem neu hinzugewonnenen Wissen den Bogen weiter zu spannen bzw. die Schlinge enger zuzuziehen. Dabei spielen die Kultfilme der 1980er Jahre (vor allem Star trek) und die Bestseller jener Zeit eine herausragende Rolle - für Kenner sicherlich ein wahres Mekka von Anspielungen und Parallelen.

Das Buch ist gut, es liegt nur etwas neben der Spur. Das macht es zu einer interessanten Entdeckung - für den, der es zu entdecken bereit ist.

Walter Kirn: "Blut will reden"
C.H. Beck, gebunden, 19,95.
Diese Besprechung schrieb Jörn Erler.