Hanna LemkeGesichertes

Kunstmann

Schon die erste Geschichte hat mich gefesselt… in 18 Geschichten, die sich immer wieder um neue Personen ranken, kreiert die Autorin immer neue Welten, neue Beziehungen und Begegnungen. Und fast immer enden die Geschichten abrupt und überraschend. Nichts ist gesichert, das ist das Sichere an den Erzählungen.

In einer etwas lapidaren Sprache beschreibt Lemke das Dahintreiben im Alltag, ihre Figuren haben sich eingerichtet, wirken bedrückt und in statischen Situationen gefangen. Keine Figur ist zu authentischen Gefühlen in der Lage, die Kommunikation ähnelt einem Aneinandervorbeireden, vieles schwingt mit, was nicht ausgesprochen wird.

Und doch sind die Geschichten fesselnd auf ihre ganz eigene Art, obwohl sie scheinbar alltägliche unwichtige Situationen beschreiben. So leicht wie die Geschichten erscheinen, enthalten sie doch eine Fülle von Wahrheiten und stellen an die Leserinnen Fragen auch nach ihrer eigenen Welt.

Ich kann das Buch empfehlen.

Hanna Lemke: "Gesichertes"
Kunstmann, Taschenbuch, 17,90 Euro.
Diese Besprechung schrieb Beate Ellmers.