Helene Hanff84 Charing Cross Road

Ohne Empfehlung wäre ich wohl nie Besitzerin dieses liebenswürdigen Bändchens geworden. Danke Frau Erler!

Zu unscheinbar nimmt es sich in der Büchervielfalt aus, wirkt mit seinem Einband ein wenig wie aus der Zeit gefallen.

Das, was es dann aber zu entdecken gibt, wenn man diesen Buchschatz einmal aufgeschlagen hat, ist von ungeheurer Zeitlosigkeit.

In den Briefen, die sich die amerikanische Büchernärrin Helene Hanff und ihr Londoner Antiquar über 20 Jahre schicken, stecken Lebenskraft, Witz, große menschliche Wärme und wunderbare - manchmal auch streitbare - Gedanken zum Lesen von Büchern.

Faszinierende Momente sind es, wenn man einer Freundschaft beim Wachsen zuschauen darf. Man staunt, wie nah sich Menschen kommen können, nur über die Kraft der Worte, die fremden und die eigenen.

Welch genialere Werbung für das Buch kann es geben – wohl gemerkt für das richtige Buch. Wer diese Briefe aufgesogen hat, wird wieder einmal wissen, dass Lesen unendlich viel mehr ist, als das Ablesen von Worten von einem Bildschirm.

Es würde mich freuen, wenn diese Entdeckung viele Freunde findet – also kaufen, lesen, verschenken.

Helene Hanff: "84 Charing Cross Road"
Taschenbuch, 14,99.
Diese Besprechung schrieb Belinda Peltsch.